Alles was du tun musst ist die Jungfrau spielen und hoffen dass du nicht getötet wirst
Premiere: 17. September 2009, Theater-Outlet-Festival, ehemalige Öffentliche Bücherei, Braunschweig
nächste Vorstellungen:
20. Mai 2010 - 20:00 Uhr, Fleetstreet Theater, Hamburg
21. Mai 2010 - 20:00 Uhr, Fleetstreet Theater, Hamburg
26. Mai 2010 - 20:00 Uhr, Fleetstreet Theater, Hamburg
mit Isabelle Stolzenburg
Inszenierung Christian Weiß
Klangbildkomposition Peter M. Glantz
Bühne Christian Weiß
  Peter M. Glantz
Kostüm Marie-Luise Krüger
Licht Christian Weiß
Regie- und Produktionsassistenz Marie-Luise Krüger
Stückfassung Christian Weiß
  Isabelle Stolzenburg

Gefördert vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Stadt Braunschweig – Kulturinstitut
Mit freundlicher Unterstützung von Diesing + Schulz – Werbesystem Hannover GmbH

ZUM STÜCK

Was wir heute über Jeanne d'Arc zu wissen glauben, hat fast 600 Jahre der mündlichen Überlieferung, der Erzählung, der Ausschmückung, der Heldenverehrung und der Diffamierung durchlaufen. Wer war diese Johanna und was ist an dieser Frau auch heute noch das Faszinierende?
Ihre Geschichte stellt die Frage nach der Lebbarkeit von extremen Gegenentwürfen. Nach den Möglichkeiten zwischen den Extremen und nach den Extremen zwischen den Möglichkeiten.

In der neuen Arbeit von mehrsicht geht es auch um eine kritische Betrachtung der Heroenfigur Johanna. Es geht um Spekulationen über die Wirklichkeit. Was ist Realität, was Fiktion? Wo hört die Wahrheit auf und wo beginnt Johanna zur Projektionsfläche von privaten, politischen und religiösen Interessen zu werden?
Abseits des übermächtigen Mythos, der sich mittlerweile um diese Figur rankt, geht es darum, den Menschen Johanna zu zeigen, der ohne Rücksicht auf Verluste und ohne die weit reichenden Konsequenzen seines Handelns zu bedenken, sich ganz einer Sache hingibt. 

Der Abend macht Jeannes innere Zustände erlebbar und fragt auch gleichzeitig, was es heute bedeuten könnte, jemand wie Jeanne d'Arc zu sein.

© Roberta Bergmann